Das Schweizer Bildungssystem zwischen Föderalismus und Sprachenvielfalt: Kann das gut gehen?

Jean-Pierre Schneuwly, Schweiz
Datum
21.05.2016
15:00 Uhr
Eine Veranstaltung von:

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Über einen längeren Zeitraum hat sich in der Schweiz ein föderalistisches Bildungssystem entwickelt, das als eines der effizientesten gilt. Wie ist es möglich, dass ein solch komplexes System inmitten föderalistischer Strukturen und einer stets nach Gleichgewicht ringenden Sprachenvielfalt funktioniert? Liegt es an der Größe des Landes, am Instrument der direkten Demokratie, in der das Volk als Souverän ernst genommen wird oder an der Selbstständigkeit der einzelnen Kantone?

Man spricht von der viersprachigen Schweiz. Das hört sich kompliziert an. Nicht nur, weil zwischen Amtssprachen und Landessprachen unterschieden wird, sondern weil neben dem Bund auch die Kantone autonom über die Zulassung von Amtssprachen entscheiden können. Dann soll das Ganze noch zu den faktisch 26 verschiedenen Bildungssystemen passen. Wie kann so etwas in der heutigen Zeit der Globalisierung gut gehen und wo liegt das Geheimnis, dass es funktioniert? Funktioniert es überhaupt? Etwas muss dran sein, wenn man die starke wirtschaftliche Entwicklung betrachtet. Die Schweiz ist eine der wohlhabendsten Volkswirtschaften der Welt.

Ziel des Vortrags ist es, die Themen Sprachenvielfalt und Bildung näher zu betrachten und die Zusammenhänge aufzuzeigen. Doch wo befinden sich die Schwachstellen? Auch sie werden Gegenstand der Veranstaltung sein. Diskussionen und kritisches Hinterfragen sind daher ausdrücklich erwünscht.

Kurzlebenslauf Jean-Pierre Schneuwly
Nach der Berufsausbildung zum Versicherungskaufmann und dem Studium der Geschichte, des Staats- und Völkerrechts sowie der Romanistik, Arbeit als Diplomat im Auswärtigen Dienst der Schweiz in den Bereichen Wirtschaftsförderung, duale Berufs- und Hochschulausbildung, Stipendienprogramme, Projekte der Technischen Zusammenarbeit und Finanzhilfe, davon viele Jahre an der Schweizer Botschaft in Warszawa. Danach langjährige Tätigkeit als Abteilungsleiter Personalentwicklung beim damals größten deutschen Handelskonzern METRO GROUP, Düsseldorf, (in Polen vertreten durch den Großhandel Makro Cash & Carry sowie die Elektronikmärkte MediaMarkt und Saturn) in der internationalen Berufs- und Hochschulausbildung. Zuletzt mehrsprachige Vorlesungen und Workshops im Umfeld von Wirtschaft und interkultureller Kommunikation in Polen, Deutschland und der Schweiz sowie Managementberatung und Unterstützung (Mentoring, Coaching) junger Leute bei der beruflichen Orientierung.

Eine gesonderte An- oder Abmeldung ist nicht erforderlich. KOMMEN SIE EINFACH!
Alle Mitglieder, die den Jahresbeitrag 2016 in Höhe von 15.- PLN noch nicht entrichtet haben, werden gebeten, dies vor dem Referat (ab 14.30 Uhr) zu tun. Eine Überweisung o. Ä. ist leider nicht möglich.
Auch diesmal kann Ihnen auf Wunsch ein Fortbildungsnachweis ausgestellt werden.
Wir freuen uns darauf, Sie zu treffen.

Zweigvorsitzende: Wanda Rydlewska-Wiktorowicz, Österreich-Institut, ul. Zielna 37, 00108 Warszawa/Polen
E-Mail: w.wiktorowicz@uw.edu.pl