Spießer? Text-Bild-Diskurse und Stereotype in der Werbung rund ums Eigenheim

Prof. Dr. Nina Janich, Darmstadt
Datum
05.12.2016
18:00 Uhr
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Die Ausgangshypothese des Beitrags ist, dass Werbung nicht nur als kulturell determiniert, sondern auch als Instrument kultureller Steuerung verstanden werden muss, die der Identifikation und der Handlungsorientierung dient.

Als solches wird sie oft unterschätzt – zumindest von der Sprachwissenschaft. Am Beispiel deutscher Fernseh- und Anzeigen-werbung rund ums Eigenheim wird gezeigt, wie Stereotype genutzt, gebrochen und vernetzt werden, um das eigene Zuhause – selbst geschaffen und problemlos finanziert – zum Paradies für Jedermann zu verklären. Diese Stereotype wirken, so die These, in verschiedene gesellschaftspolitische Diskurse hinein und prägen damit nicht zuletzt ein ganz bestimmtes Menschenbild.

Prof. Dr. Nina Janich ist seit 2004 Professorin für Germanistische Linguistik an der TU Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Werbe- und Wirtschaftskommunikation, Fachsprachenforschung und Wissenschaftskommunikation, Sprachkultur und Sprachkritik sowie Text- und Diskurslinguistik.
Zum Thema Werbung hat sie unter anderem eine sprach-wissenschaftliche Einführung („Werbesprache. Ein Arbeitsbuch“, 6. Aufl. 2013) verfasst und ein Handbuch („Handbuch Werbekommunikation. Sprachwissenschaftliche und interdis-ziplinäre Zugänge“, 2012) herausgegeben.

Zweigvorsitzende: Dr. Pavla Schäfer
Universität Greifswald, Institut für deutsche Philologie
Rubenowstraße 3, 17487 Greifswald
E-Mail: pavla.schaefer@uni-greifswald.de