Von $prach€ und W€rtschöpfung: Weshalb wir mehr über Geld sprechen müssen.

Dr. Patrick Voßkamp, Duisburg-Essen
Datum
29.03.2017
19:00 Uhr
Eine Veranstaltung von:

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Zweigvorsitzende: Dr. Julia Augart

University of Namibia, Department for Language and Literature Studies
P.B. 13301, Pionieers Park, Mandune Ndemufayo Avenue, Windhoek/Namibia
Tel. 264 61 2063857
E-Mail: jaugart@unam.na

Seit es Geld gibt, wird auch über Geld gesprochen – und von Geld gesungen. Voror allem in Deutschland gilt aber nach wie vor der Grundsatz „Über Geld spricht man nicht!“ – daran haben auch Günter Gabriel mit „Hey Boss, ich braucht mehr Geld!“, ABBA „money, money, money“ oder Jessie J’s „Price Tag“ nichts geändert. Grund genug, sich dem Zusammenhang von Sprache und Geld einmal aus sprachwissenschaftlicher Perspektive zu nähern.

Im Vortrag wird dabei die These vertreten, dass vermehrt über Geld gesprochen werden muss – und zwar mit dem Ziel, ökonomisches Wissen zu generieren und dadurch (wieder) Vertrauen in das Finanzwesen zu etablieren. Denn wenn weiterhin an verständlicher Kommunikation über Geld gespart wird, wird dies langfristig die Verbraucher teuer zu stehen kommen. Die mangelnden Finanzkenntnisse der (deutschen) Sparer und Bankkunden führen nämlich dazu, dass sie – vor allem während der anhaltenden Niedrigzinsphase – faktisch Geld verlieren.

Was den sprachlichen Wissenstransfer zwischen Laien und Finanzexperten auszeichnet – oder verstehen Sie Banken-Sprech? –, ist dabei ebenso Gegenstand der Überlegungen wie die Frage danach, was die Angewandte Linguistik dazu beitragen kann, dass die Verständigung über Geld zukünftig gewinnbringender verläuft.

Patrick Voßkamp arbeitet als Oberstudienrat im Hochschuldienst am Institut für Germanistik (Abteilung Linguistik und Sprachdidaktik). Seit 2012 ist Patrick Voßkamp Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL e.V.). Daneben gehört er der Redaktion der Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie (OBST) sowie der Redaktion des Linguistik-Server Essen (LINSE) an. Aktuelle Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Angewandten Linguistik (etwa „Sprache und Geld“, s. auch www.bankensprache.de) und der Sprachdidaktik (z.B. Präsentieren in der Grundschule“).