28.04.2026
13:00 Uhr
Stockholm University, Department of Slavic and Baltic Languages, Finnish, Dutch and German
Wenn Sie per Zoom teilnehmen möchten oder für weitere Informationen melden Sie sich bitte bei Hanna Henryson (E-Mail: hanna.henryson@tyska.su.se) oder bei der Zweigvorsitzenden Janine Aloe (E-Mail: s. u.).
Zum Vortrag:
Das Geschlecht von Christina von Schweden wurde bereits zu ihren Lebzeiten im 17. Jahrhundert heftig diskutiert und beschäftigt die Forschung bis heute. Die Königin, die 1654 abdanken und kurz darauf zum Katholizismus konvertieren sollte, überschritt zeitgenössische Geschlechternormen, indem sie sich beispielsweise männlich kleidete. In ihrer rückblickenden Autobiographie schrieb sie sich zudem eine »Abneigung« gegen weibliche Verhaltensweisen zu. Im vorgestellten Projekt wird untersucht, inwiefern sich Christinas Selbstkonstitution mit Hilfe einer transgeschlechter-geschichtlichen Perspektive verstehen lässt. Es wird danach gefragt, inwiefern Christina von unterschiedlichen zeitgenössischen Diskursen über Geschlecht, Körper und Seele beeinflusst gewesen sein mochte beziehungsweise inwiefern sie diese Diskurse für die Konstitution ihres – nicht nur in geschlechtlicher Hinsicht – grenzüberschreitenden Selbst aktiv nutzen konnte.
Zweigvorsitzende:
Janine Aloe
E-Mail: janine.aloe@tyska.su.se