Fragen und Antworten

Tagtäglich erreichen uns zahlreiche und vielfältige Anfragen zu Zweifelsfällen der deutschen Sprache. Eine Auswahl der interessantesten Fragen beantworten wir regelmäßig in unserer Zeitschrift Der Sprachdienst unter der Rubrik »Fragen und Antworten«.

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Abkürzungen | Anglizismen | Aussprache | Bedeutung | Dialekte | Flexion/Beugung | Fremdwörter | Genus | Getrennt- und Zusammenschreibung | Grammatik | Groß- und Kleinschreibung | Herkunft | Kasus | Konjunktiv | Literatur/Zitate | Namen | Plural | Pragmatik | Rechtschreibung | Redewendungen | Satzbau | Schrift | Sonstiges | Stil | Tempus | Vornamen | Wortbildung | Wortschatz | Zeichensetzung | Ziffern und Zahlen

Wie ist das Wort vergackeiern entstanden?

[F] Wie kommt es eigentlich zu dem Wortvergackeiern? Damit wird ja zum Ausdruck gebracht, dass jemand verulkt oder auch irregeführt wird. Woher rührt die Verbindung zu Ei?

[A] Dieses Wort ist zwar schon seit einiger Zeit, mindestens seit 1900, im Deutschen bekannt und wird im Sinne von ›veralbern, verulken, einen Streich spielen‹ öfter gebraucht. Eine Verbindung zum Ei liegt nahe lässt sich tatsächlich herstellen.

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Woher kommt die Redewendung hieb- und stichfest?

[F] Immer wieder begegnet mir der Ausdruck hieb- und stichfest. Woher kommt eigentlich dieser Ausdruck und was bedeutet es, wenn gesagt wird, das Alibi, die Aussage oder die Beweise seien hieb- und stichfest?

[A] Tatsächlich wird die Wendung hieb- und stichfest heute fast nur noch im übertragenen Sinne verwendet. Ihren Ursprung sie allerdings in der Zauberhandlung des Festmachens.

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Gibt es einen Unterschied zwischen Verspätung und Verzögerung?

[F] Was ist der Unterschied zwischen einer Verspätung und einer Verzögerung? Gibt es ihn überhaupt oder kann man die beiden Wörter synonym verwenden?

[A] Verspätung oder (sich) verspäten definiert das »große Wörterbuch der deutschen Sprache« (Duden 2012) als ›verspätetes Sichereignen‹ und gibt dazu das Beispiel eines verspäteten Zuges an. Etwas ereignet sich also mit zeitlichem Rückstand, später als geplant beziehungsweise unpünktlich.

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Wer kreiert Namen für neu erfundene Dinge?

[F] Wer kreiert Namen für neu erfundene Dinge? Tut das die Firma, die das Produkt herstellt, und muss diese solch ein neues Wort irgendwo anmelden?

[A] Sätze wie »Hast du bitte ein Papiertaschentuch für mich?« oder »Darf ich mal deine Korrekturflüssigkeit benutzen?« sind im Alltag Raritäten. Stattdessen sprechen wir fast ausnahmslos von Tempos und Tipp-Ex.

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Schreibt man testlesen oder Test lesen?

[F] Wie würden Sie denn schreiben: ein Buch »testlesen« oder »Test lesen«? Die Wörterbücher bringen diesen Ausdruck nicht, wohl aber Probe fahren. Ich meine, hier wäre die Zusammenschreibung am besten, und die Getrenntschreibung erscheint mir ganz unangebracht.

[A] Ich teile Ihre Ansicht. Es trifft zwar zu, dass die amtliche Wörterliste Probe fahren so wie auch Korrektur lesen getrennt aufführt, doch dabei wird auf § 55 (4) verwiesen.

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Gemischtschreibungen

[F] Wie werden der Ausdruck das Fressen-und-gefressen-Werden sowie substantivische Zusammensetzungen mit sich (z. B. »ein Raum zum Sich-Entspannen/Sichentspannen«, korrekt geschrieben?

[A] Bei der ersten Frage hat die Rechtschreibreform keine Änderung gebracht: Es handelt sich um die sog. gemischte Schreibung, das heißt, bei einem solchen Ausdruck werden der Anfang und die substantivischen Glieder großgeschrieben.

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Was bedeutet der Namensbestandteil Gai-/Gau- z. B. im Ortsnamen Gaimühle?

[F] In meiner Stadt gibt es eine Mühle mit dem Namen Gaimühle. Woher stammt dieser Name?

[A] Gaimühle ist der amtliche Name einer Mühle bei Eberbach-Friedrichsdorf und einer bei Rosenberg sowie der Name des kleinsten Stadtteils Eberbachs. Sowohl Eberbach als auch Rosenberg sind Städte in der Umgebung von Heidelberg, nähere Informationen bezüglich der Mühlen scheinen sich aber nur zur Eberbacher Mühle finden zu lassen. Die Bezeichnung Gaimühle lässt sich unterschiedlich ableiten.

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