Sprache und KI: Gesprächspartner und Interviews

GfdS-Projekt Sprache und KI
Foto: Brian Penny (Pixabay)

Im Rahmen unseres Projekts »Sprache und KI« haben wir zwei Interviews geführt: mit einer ausgezeichneten Expertin zum Thema Bildung und einem hochrangigen Experten zum Thema Technikfolgenabschätzung. Beide Interviews sind als Podcast in unserer Reihe Wortcast erschienen (Folgen 34 und 35).

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die Inhalte der beiden Folgen, nebst Informationen über unsere Gesprächspartner:

Interview 1: Armin Grunwand zur Entwicklung von künstlicher Intelligenz und ihren Folgen

© Foto: KIT, Collage: runkehl.net

Künstliche Intelligenz wird in der gesellschaftlichen Debatte mit unterschiedlichsten Attributen in Verbindung gebracht. Von größten Chancen ist dabei ebenso die Rede wie von schlimmsten Risiken. Armin Grunwald spricht im Wortcast über die Möglichkeiten und (noch) schwer einschätzbare Unwägbarkeiten im Umgang mit KI. Thematisiert werden etwa betroffene Berufsfelder, Konsequenzen für kognitive oder sprachliche Fertigkeiten und emotionale Bindungen zur KI. Daher ist auch besonders interessant, ob Professor Grunwald in seiner Funktion als Forscher zur Technikfolgenabschätzung in der KI eher eine Gefahr oder eine Chance für den Menschen sieht und ob diese ihn mutmaßlich eher klüger oder dümmer machen wird. Zu diesen und weiteren Aspekten eröffnet der Wortcast hörenswerte Anstöße zum Durch- und Weiterdenken.

Prof. Dr. Armin Grunwald
leitet das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und steht dem Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag vor. Promoviert wurde er im Fach Physik, habilitiert in Philosophie. Seit 2007 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Technikphilosophie und Technikethik am KIT.

Interview 2: Ute Schmid zur Rolle von künstlicher Intelligenz in der Bildung

© Foto: Jürgen Schabel, Collage: runkehl.net

Bildung und KI – geht das zusammen? Das geht. Jedoch anders, als man meinen könnte! Lernen mit KI bedeutet nicht, sich vom Computer beliebige Informationen ausgeben lassen. Vielmehr bedarf es Kompetenzen, um ›intelligent‹ mit Künstlicher Intelligenz umgehen zu können. Am besten ab der ersten Klasse im Schulunterricht, meint Ute Schmid. Sie erläutert wichtige Eckpunkte und Strategien, um mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen zu können und gleichzeitig eine digitale Bildungskluft zu vermeiden. Dabei kommt es wesentlich auf die Bildungsumgebung schon im Elternhaus und eine darin intrinsisch angelegte Anstrengungsbereitschaft an. Gepaart mit KI-gestützten Übungssystemen könnte das Thema Bildung dann in die Moderne transformiert werden. Doch dieser Weg beginnt erst.

Prof. Dr. Ute Schmid
leitet den Lehrstuhl für Kognitive Systeme an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Sie ist Vorsitzende der »Taskforce KI in der Bildung« der Gesellschaft für Informatik. Schmid setzt sich für das Fach Informatik bereits ab der ersten Schulklasse ein, und forscht u. a. zu intelligenten Tutorsystemen in der Bildung. Ergänzend bietet sie Workshops für Lehrer und Schüler zu diesem Thema an.