Ausgabe: Der Sprachdienst 1/2014

Wofür stehen SEPA, IBAN und BIC?

[F] Bei Überweisungen nach Europa tauchen neuerdings Begriffe wie SEPA, IBAN und BIC auf, die wohl bald verbindlich werden. Können Sie uns das bitte näher erläutern?

[A] Was die fachlichen, also finanztechnischen Vorschriften anbetrifft, schauen Sie bitte auf die Seiten der entsprechenden Banken und Sparkassen. Hierzu finden sich bei uns nur Erklärungen, die für das kommunikative Verständnis wichtig sind. In sprachlicher Hinsicht sollen zunächst und im Kern der Sache die auftretenden Abkürzungen erklärt werden:

Die Bezeichnung für das System SEPA steht als Abkürzung für Single Euro Payments Area, was auf Deutsch so viel bedeutet wie Einheitlicher Euro- Zahlungsverkehrsraum. Die internationale Bankkontonummer IBAN leitet sich her aus International Bank Account Number. Sie ersetzt künftig alle nationalen Kontoangaben – in Deutschland Kontonummer und Bankleitzahl. Die IBAN ist je nach Land unterschiedlich lang – in Deutschland hat sie immer 22 Stellen. Vom Prinzip her ist die IBAN stets gleich aufgebaut: Sie besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkennzeichen und einer Prüfziffer zusammensetzt, und einem nationalen Teil, der individuelle Kontodetails enthält (in Deutschland sind das die Bankleitzahl und die Kontonummer). Unter Umständen muss zur Identifizierung der Bank noch der BIC, der Bank Identfier Code, ergänzt werden.

Wem das zu kompliziert oder zu sehr englisch erscheint, dem sei prognostiziert, dass sich im Laufe der Jahre mit den Dingen Abkürzungen in der deutschen Sprache etablieren, wenn diese von der Sprachgemeinschaft als notwendig und gewünscht angesehen werden, und dabei die ursprüngliche Bedeutung eher verblasst, wie etwa bei BSE, PISA oder SMS.


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