Online-Archiv »Muttersprache«

Alle in diesem Archiv veröffentlichten Beiträge sind der GfdS-Zeitschrift »Muttersprache« entnommen. Das Online-Heftarchiv wird ständig um weitere Beiträge ergänzt.

Die Inhaltsverzeichnisse der Hefte sowie die deutschen und englischen Abstracts der einzelnen Beiträge können Sie auf der Seite Inhaltsverzeichnisse nach Jahrgang einsehen.

Beiträge zur Sprachkultur. Aus Anlass des 70-jährigen Bestehen der Gesellschaft für deutsche Sprache

Von Peter Schlobinski

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) fand im April letzten Jahres eine Tagung zum Thema »Sprachkultur im 21. Jahrhundert« statt mit dem Ziel, einerseits unsere bisher erbrachte sprachkulturelle Arbeit zu reflektieren, andererseits die zukünftigen sprachkulturellen Aufgaben für die GfdS auszuloten. Auf der Folie dieses Programms behandeln die vorliegenden Beiträge Aspekte, die für die Arbeit der GfdS im Hinblick auf Sprachkultur und gesellschaftliche Praxisfelder relevant sind.

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Regionale Mehrsprachigkeit: Zur Einführung in das Themenheft

Von Nils Langer

Die in diesem Themenheft vereinigten Beiträge beschäftigen sich mit unterschiedlichen Ausprägungen von regionaler Mehrsprachigkeit und behandeln eine zumindest scheinbar sehr heterogene Sammlung von historischen und modernen Fallbeispielen aus der Soziolinguistik des Deutschen bzw. aus den geografischen Räumen, in denen Deutsch verwendet wird.

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Welche Chancen hat das Deutsche? Deutsch als Fremd- und Wissenschaftssprache in der Grande Région

Von Renate Freudenberg-Findeisen

Welche Rolle spielt die deutsche Sprache als Fremdsprache und wie sieht die Situation des Deutschen an Schulen, Hochschulen und Universitäten in der Grande Région aus? Welche Rolle spielt Deutsch als Arbeits-, Bildungs- bzw. Wissenschaftssprache in der Großregion? Wie kann man Deutsch im Kontext eines mehrsprachigen kommunikativen Potenzials stärken und fördern? Und welche Impulse gehen von der Grande Région für andere Grenzregionen aus?

Nach Antworten auf diese Fragen suchte die Tagung »Deutsch als Fremd- und Wissenschaftssprache im Kontext der Mehrsprachigkeit am Beispiel der Grande Région«, an der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich und den Niederlanden beteiligt waren.

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Text- und Diskurshermeneutik

Von Jochen A. Bär

Der Beitrag behandelt einige grundsätzliche theoretische und methodologische Fragen der hermeneutischen Linguistik. Anhand eines Anwendungsbeispiels wird ein eigener textsemantischer Ansatz vorgestellt, die sogenannte Wortverbundanalyse, die auch für diskurssemantische Untersuchungen genutzt werden kann.

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Editorial der Heftherausgeber in der Muttersprache 1/2015

Auch eine altehrwürdige Zeitschrift wie die »Muttersprache«, die nunmehr im 125. Jahrgang erscheint, muss sich von Zeit zu Zeit den sich ändernden Gegebenheiten anpassen. Schon vor zwei Jahren haben wir daher festgelegt, dass jedes Jahr zumindest ein Themenheft erscheinen soll. Ab sofort wird es zwei weitere Veränderungen geben.

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Editorial der Heftherausgeber in der Muttersprache 4/2014

Von Armin Burkhardt und Peter Schlobinski

In den vergangenen Jahren hat man den Sport, insbesondere den Fußball, in vielen wissenschaftlichen Disziplinen als interessanten Gegenstand wissenschaftlicher Forschung entdeckt. Das gilt auch für die Linguistik. Die Herausgeber der »Muttersprache« haben deswegen beschlossen, der Sprache des Sports im Jahr der von der deutschen Fußballnationalmannschaft so erfolgreich absolvierten Weltmeisterschaft das diesjährige Themenheft zu widmen.

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Purismus in der Spracharbeit der Fruchtbringenden Gesellschaft?

Von Klaus Conermann

Genau betrachtet, strebte die Fruchtbringende Gesellschaft in ihrer Spracharbeit nicht nach einem eigenständigen Fremdwortpurismus im modernen Sinne, sondern nach einer umfassenden renaissancehaften Reform des Gemeinen Deutsch, welche freilich auch auf Puritas, d. h. grammatische Richtigkeit und stilistische Reinheit, zielte. Die Hochsprache blieb jedoch an Eleganz und ein sprachliches Decorum gebunden, so dass etwa seit den vierziger Jahren des 17. Jahrhunderts auch unter Mitgliedern dieser Akademie wie Philipp von Zesen ein modischer barocker Purismus entstand, der allerdings innerhalb und außerhalb der Gesellschaft kritisiert und überwunden wurde.

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»Nun so sage doch Freund, wie man Pedant uns verdeutscht.« Campes nachdenkliche Antwort

Von Helmut Henne

Der Wortpurismus des Spätaufklärers Joachim Heinrich Campe (1746–1818), der ein bedeutendes schriftstellerisches, pädagogisches und lexikographisches Werk vorgelegt hat, wird von Goethe und Schiller in ihren Xenien von 1796 einer literarisch inspirierten Kritik unterzogen. Diese Kritik ist hier Ausgangspunkt weiterer Überlegungen, wie das griechische und lateinische Worterbe zu tradieren sei. Dabei werden die erklärende und diskursive Arbeit Campes an den fremden Wörtern gewürdigt, sein Streben nach Ersatz problematisiert und seine erfolgreichen »eigensemantischen« Lehnbildungen registriert.

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Erfolge und Misserfolge des lexikalischen Purismus in Deutschland zur Zeit des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins und heute

Von Herbert Blume

Der dt. Sprachpurismus des Zweiten Kaiserreichs und der Weimarer Republik bestand nicht nur aus den Aktivitäten des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. Vielmehr ist der Blick auch auf die breit angelegten Vorarbeiten von Behörden und Institutionen (Heereswesen, Post, Eisenbahn, Gesetzgebung und Justiz) zu richten. Eine herausragende Rolle bei der Umsetzung der Ziele des Vereins in die Sprachpraxis der Deutschen spielten die Schulen: Mit Blick auf die berufliche Struktur seiner Mitgliederschaft könnte man den Verein geradezu einen Lehrer- und Beamtenverein nennen. Betrachtet man den dt. Purismus des 19./20. Jh.s nicht nur aus national begrenzter germanistischer Perspektive, so erweist er sich als die dt. Realisationsform vergleichbarer Bemühungen um »Sprachreform« und »Sprachplanung« vom 18. bis ins 20. Jh., die sich als »actions humaines sur les langues« (Fodor/Hagège/Fishman) in vielen europäischen Sprachnationen vollzogen haben. Im Einzelnen werden Wirkungsmöglichkeiten und -grenzen des dt. Purismus erörtert, wobei der zeitgenössische »allgemeine Normal-Nationalismus« (Nipperdey) eine wesentliche Rahmenbedingung bildet.

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