Aussprache

Aussprache von Troika

[F] Wir sind uns hier im Ministerium nicht einig, wie Troika auszusprechen ist; dieser Ausdruck wird heute auch in Bezug auf die EU öfter gebraucht. In unserem Wörterbuch werden zwei Möglichkeiten angegeben.

[A] Troika kommt aus dem Russischen und bezeichnete ursprünglich das Dreigespann, auch einen Schlitten, von drei Pferden gezogen, den ›Dreispänner‹. Später wurde das Wort auch auf drei Personen bezogen, besonders in der Politik, die eine gemeinsame Arbeits- oder Führungsaufgabe haben, ein »Trio« sozusagen (schon nach Lenins Tod, 1924, hatte Stalin mit Kamenew und Sinowjew eine Troika gegen Trotzkij gebildet).

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Aussprache von Weg und weg

[F] Warum dehnt man eigentlich das e im Substantiv Weg, während man es im Adverb weg kurz ausspricht? Die Wörter haben doch im Grunde dieselbe Form.

[A] Dies ist eine interessante, wenngleich verzwickte Frage, denn die beiden Wörter haben nicht nur dieselbe Form, sieht man einmal von der Großschreibung des Substantivs ab, sondern auch dieselbe Wurzel. Sie gehen also auf das gleiche althochdeutsche Wort weg zurück, wenn auch zwischen ihrem erstmaligen Gebrauch in unterschiedlicher Bedeutung mehrere Jahrhunderte liegen.

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Aussprache von Tort

[F] Wie ist denn das doch offenbar aus dem Französischen stammende Wort Tort auszusprechen, das in der Wendung jemandem einen Tort antun vorkommt? Man hört in der Regel ein t am Schluss, wie in Wort – vergleichbar Torte, Tortur – mir liegt aber die französische Aussprache näher.

[A] Die modernen Aussprachewörterbücher, ob das traditionelle von Theodor Siebs, das Leipziger aus dem Jahr 1982 oder der aktuelle Duden-Band 6 (2005), vermerken die sozusagen »deutsche Aussprache« mit artikuliertem t am Ende, anders eben als bei Depot, Etat und anderen aus dem Französischen entlehnten Wörtern auf –t, in denen dieses Zeichen stumm ist.

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