Neuigkeiten

Regeln für Ortsnamenschreibung?

[F] Warum werden Ortsnamen manchmal ohne Bindestrich geschrieben und manchmal mit (z. B. Niederursel und Ober-Mörlen)? Ist das historisch bedingt oder steckt ein System dahinter?

[A] Die beiden Beispiele Niederursel und Ober-Mörlen sind Ortsnamen mit sogenannten differenzierenden Zusätzen. Diese kamen im deutschsprachigen Raum bereits um 1100 auf, einer Zeit, in der ein starker Siedlungsausbau stattfand.

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Bedeutung von Ikone

[F] Meine Frage zielt auf den jüngeren Bedeutungsspielraum des Wortes Ikone. Ich kenne diesen Ausdruck für den kirchlichen Bereich, längst aber fallen Vorkommen wie Pop-Ikone oder Ikone der Stadt zunehmend ins Auge. Wie kam es zu dieser Bedeutungserweiterung? Wo und wann könnte die außerkirchliche Bedeutung Einzug gehalten haben?

[A] »Das Große Wörterbuch der deutschen Sprache« (Duden, 2012) gibt ganz klar zwei differenzierte Bedeutungen für Ikone an.

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Warum kann ph nicht immer durch f ersetzt werden?

[F] Warum werden Wörter wie Philosophie und Physik mit Ph geschrieben, wo doch der griechische Buchstabe Phi (ϕ/Φ) nichts anderes als ein F ist? Könnte man also nicht Filosophie oder Filosofie schreiben, ohne damit einen Fehler zu begehen?

[A] Tatsächlich geht Ph in der Regel auf die antiken Sprachen Griechisch und Latein zurück. Im Altgriechischen wurde Phi allerdings nicht als [f], sondern als aspiriertes [p] ausgesprochen.

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Ausführliche Auswertung: Vornamen 2017

In Klammern die Vorjahresplatzierung. Die Prozentzahlen beziehen sich auf jeweils alle Vornameneintragungen für Mädchen bzw. Jungen. Mädchen % Jungen % 1. Marie/Mari (1) 2,68 1. Maximilian (3) 1,40 2. Sophie/Sofie (2) 2,60 2. Alexander (2) 1,38 3. Maria (4) 1,67 3. Paul (4) 1,37 4. Sophia/Sofia (3) 1,62 4. Elias (1) 1,28 5. Emilia (6) …

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Die beliebtesten Vornamen 2017: Nord- und Ostdeutsche beweisen Individualität bei der Vornamenvergabe

Auch in diesem Jahr hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen ermittelt. Spitzenreiter in der Gesamtliste sind Marie und Maximilian, Luisa/Louisa und Felix kommen neu hinzu. Besondere Individualität beweisen Nord- und Ostdeutsche bei der Vergabe der Vornamen: Im Regionenvergleich Nord/Süd und Ost/West zeigen sich deutliche Unterschiede. Darüber hinaus bekommen die Vornamen einen immer weicheren, androgynen Klang.

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GroKo

Kein neues Wort, das ist klar. Eigentlich nicht einmal nur ein Wort, sondern bestehend aus zweien. Auch klar. Dennoch: GroKo erlebt aus allseits bekannten Gründen derzeit einen Neuaufschwung. Da es aus rein sprachlicher Perspektive – und um keine andere soll es hier gehen – viel Potenzial und auch Kritikpunkte birgt, wollen wir es genauer unter die Lupe nehmen.

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Woher stammen die Namen von Ruhr und Rur/Roer?

[F] Haben die Namen der Flüsse Ruhr und Rur bzw. Roer einen gemeinsamen Ursprung? Ist womöglich die Krankheit Ruhr namensgebend?

[A] Sowohl der Flussname Ruhr als auch der Name Rur (niederländisch Roer mit der Aussprache [ru:r]) gehen zurück auf die althochdeutschen Namen dieser Flüsse: Rura. Damit handelt es sich um zwei Namen, die in der Sprachgeschichte denselben Ursprung besitzen, sich in ihrer Form jedoch unterschiedlich entwickelt haben.

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Medienpreis für Sprachkultur 2018

Am 7. April 2018 wurden im Kurhaus Wiesbaden der Medienpreis für Sprachkultur und der Hans-Oelschläger-Preis verleihen. Preisträger sind Die Fantastischen Vier, Die Sendung mit der Maus und Antonia Rados. Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung, klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und erhalten Sie einen Eindruck von der festlichen Verleihung.

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Medienpreise 2018: Ausschnitte aus den Begründungsurkunden

Medienpreis für Sprachkultur: Die Sendung mit der Maus Die Sendung mit der Maus besitzt die Fähigkeit, in ihren Sachgeschichten mit breitem Themenspektrum selbst komplexe Sachverhalte interessant, verständlich und spannend zugleich zu erklären. Kinder werden in ihrer Neugier und dem Bedürfnis, die Welt erklärt zu bekommen, ernst genommen, ohne dass die Sendung dabei schulmeisterhaft auftritt oder …

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Emojis verdrängen Emoticons

Im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS) und des Wissenschaftsportals mediensprache.net führte die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH eine repräsentative Umfrage zur sprachlichen, digitalen Kommunikation durch. Es stellte sich u. a. heraus, dass Emojis Emoticons weitgehend verdrängt haben und dass Sprachnachrichten gegenwärtig »voll im Trend« liegen.

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