Neuigkeiten

Verwendung von relativen Datumsangaben: letzten/diesen/nächsten/kommenden Montag

[F] Es geht mir um folgendes Problem: letzten, diesen, nächsten, kommenden Montag usw. Wie formuliert man solche relativen Datumsangaben am besten?

[A] Nächst… impliziert prinzipiell eine stärkere Unmittelbarkeit als kommend, meist ist aber dasselbe gemeint, und letzt… meint das Gegenteil von nächst… Relative Datumsangaben mit den Demonstrativpronomen dieser, diese, dieses stehen indes in Analogie zu solchen Angaben mit nächst… oder letzt…

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KI: künstliche oder Künstliche Intelligenz?

Die Frage, ob Künstliche Intelligenz nun richtig geschrieben ist oder künstliche Intelligenz, ist im Grunde falsch gestellt bzw. kaum beantwortbar. Denn korrekt ist beides und was sich durchsetzt – wenn sich denn überhaupt etwas je durchsetzt –, ist eine Gemeinschaftsfrage. Warum die Frage so oft unentscheidbar ist, liegt daran, dass das klein- oder großgeschriebene Adjektiv vielfach gleichbedeutend ist.

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Was macht KI mit unserer Sprache?

Die Publikation des deutschen Wissenschaftsjournalisten Christoph Drösser widmet sich einem der prägendsten technologischen Phänomene der Gegenwart: großen Sprachmodellen und ihrer gesellschaftlichen, epistemologischen sowie bildungspolitischen Bedeutung. Bereits das Inhaltsverzeichnis signalisiert eine klar strukturierte Dramaturgie von der ideengeschichtlichen Verortung über die technische Fundierung und die praktische Anwendung bis hin zu normativen und kulturtheoretischen Reflexionen. Der Aufbau folgt einer argumentativen Progression vom Mythos zur Methode und von der Technik zur Anthropologie.

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Herkunft und Bedeutung der Redewendung sein Licht unter den Scheffel stellen

[F] Ein Freund meinte neulich zu mir, ich würde mein Licht unter den Scheffel stellen. Mit der Formulierung konnte ich gar nichts anfangen und habe ich mich auch gefragt, was denn ein Scheffel ist?

[A] Die Redewendung wird oft geäußert, um eine Person zu beschreiben, die sich ›unter Wert verkauft‹. Ihr Ursprung geht schriftsprachlich auf eine Passage im Matthäus-Evangelium zurück. Das Wort Scheffel bezeichnet ein sogenanntes Hohlmaß, also ein Messgefäß aus Holz oder Metall, das früher vor allem als Behälter für Getreide verwendet wurde.

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Souveränität

Für viele von uns war Souveränität lange Zeit nicht viel mehr als die Substantivbildung zum Adjektiv souverän. Und darunter haben wir in erster Linie ein selbstbewusstes Verhalten verstanden. Dass das nicht alles ist, worum es bei diesem Wort geht, war nie ein Geheimnis – doch die Kenntnis weiterer Bedeutungen war schon länger nicht mehr allzu verbreitet. Dabei ist es genau dieses über die Alltagsbedeutung hinausgehende Verständnis des Wortes, das wieder mehr und mehr in unsere Alltagssphäre dringt.

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Warum ist Armleuchter ein Schimpfwort?

[F] Das Wort Armleuchter höre ich fast nur als Beleidigung, aber eigentlich ist doch nur ein Leuchter gemeint. Warum nutzt man den Ausdruck als Schimpfwort?

[A] Als Beleidigung geht Armleuchter auf den Ausdruck Armloch zurück, der einen pejorativen Inhalt verhüllen sollte. Während ein Beleg aus dem Jahr 1859 noch die Semantik ›Öffnung für den Arm in Kleidungsstücken‹ trägt, kann schon für das Jahr 1879 ein beleidigender Gebrauch nachgewiesen werden. Dieser entstand, da man mit dem Ausdruck das Schimpfwort Arschloch verhüllen wollte.

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Warum heißt es Deutscher und nicht Deutschländer? – Bildung von Einwohnerbezeichnungen zu Staatennamen

[F] Neulich habe ich mich gefragt: Warum heißt es eigentlich Deutscher und nicht Deutschländer? Und dann stellte sich mir ganz grundsätzlich die Frage: Warum sind die Bezeichnungen für die Einwohner eines Landes so unterschiedlich?
[A] Die Antwort auf Ihre Frage(n) ist sehr komplex. Zum einen sind geografische Namen bzw. Ländernamen deutschsprachiger Herkunft unterschiedlich gebildet. Zum anderen kommen diese Namen aus anderen Sprachen zu uns ins Deutsche.

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Vorname des Monats: Kian

Kian ist ein irischer männlicher Vorname aus dem 6. Jahrhundert mit der Bedeutung ›alt, anhaltend, fortdauernd‹. Der Name kommt aber auch im Persischen vor, hier bedeutet er etwa ›König‹ oder ›reich‹.

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Umfrage: Sprache und KI

In Anlehnung an unser Projekt »Sprache und KI« führen wir aktuell eine Umfrage zu ebendiesem Thema durch. Wir würden gerne von Ihnen wissen, wie Sie Künstliche Intelligenz nutzen und wie Sie den Einfluss von KI auf die deutsche Sprache einschätzen. Machen Sie mit! Wir freuen uns.

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Kasus nach sich sehen als

[F] In einem Leitartikel der Süddeutschen Zeitung (SZ) heißt es: »Der Ministerpräsident sieht sich gern als gelassener, abgeklärter Staatenlenker.« Ist das grammatikalisch korrekt? Ich meine, es müsste als gelassenen, abgeklärten Staatenlenker heißen.

[A] In dieser Frage der grammatischen Kongruenz, also der grammatisch-formalen Abstimmung der verschiedenen Satzglieder im Kasus, haben sowohl der Leitartikler der SZ als auch Sie Recht.

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