21. Februar 2022 – Tag der Muttersprache

Im Fokus: Die Sprachberatung der GfdS

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450.000 beantwortete Sprachanfragen – 75 Jahre Sprachberatung der GfdS

Vor 75 Jahren wurde die Gesellschaft für deutsche Sprache gegründet und hat seitdem rund 450.000 Sprachanfragen beantwortet, noch heute sind es etwa 5000 Fragestellungen jährlich. Sie erreichen uns aus allen Bereichen der Bevölkerung: Wir beraten Privatpersonen genauso wie Behörden und Institutionen. Besonders die Rechtschreibung gibt immer wieder Rätsel auf, aber auch der richtige Kasus, Fremdwörter, Genderformen und Vornamen können ein Buch mit sieben Siegeln sein. Mit ihrem Sprachberatungsdienst widmet sich die Gesellschaft für deutsche Sprache einer ganz besonderen Art der Aufklärung.

Im Jahr 1947 wurde die Gesellschaft für deutsche Sprache gegründet. Schon damals hatte sie sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Sprachgemeinschaft zu beraten – konkret: Empfehlungen für den allgemeinen Sprachgebrauch auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung und Ratsuchenden wertvolle Hinweise zum korrekten Gebrauch der deutschen Sprache zu geben. Daraus entwickelte sich die Sprachberatung der GfdS, die noch heute wichtige Anlaufstelle für Fragen rund um die deutsche Sprache ist: für Privatpersonen im In- und Ausland genauso wie für Behörden und Unternehmen.

Neben der telefonischen und schriftlichen Sprachberatung zu Fragestellungen rund um Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung oder Herkunft und Bedeutung von Wörtern und Phrasen hält die GfdS auch Seminare und Workshops zu bestimmten sprachlichen Themen ab, bietet ein umfassendes Korrektorat zur Prüfung von Texten an und verhilft mit ihrer Vornamenberatung nicht zuletzt Eltern dazu, ihren Kindern doch noch den Wunschnamen geben zu können, den sie für sie im Sinn hatten.

In den vergangenen Jahren hat sich der Fokus unserer Sprachberatung deutlich erweitert: War sie zuvor vorwiegend traditionell auf die telefonische, schriftliche und persönliche Beratung ausgerichtet, erstreckt sie sich nunmehr – in Zeit von sozialen Netzwerken und dem Internet als Hauptinformationsmedium – deutlich darüber hinaus: Durch einen Podcast, verschiedene Rubriken auf unserer Internetseite und in den Sozialen Medien sowie durch online abgehaltene Veranstaltungen, an denen die Sprachgemeinschaft weltweit teilnehmen kann, erreichen wir inzwischen ein Publikum ungeahnter Größe, das unser Angebot nicht nur aktiv, durch Anfragen, sondern auch passiv, durch Konsumieren unserer Inhalte, wahrnimmt.

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Die Gesellschaft für deutsche Sprache ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Gegründet wurde sie 1947 in Lüneburg, heute hat sie ihren Sitz in Wiesbaden und Berlin. Unter anderem wählt sie jedes Jahr das Wort des Jahres und gibt die beliebtesten Vornamen des Jahres bekannt. Um ihre Aufgaben wahrnehmen und ihre Ziele erreichen zu können, wird sie von der Bundesregierung (Beauftragte für Kultur und Medien) und von den Regierungen der Bundesländer (Kultusministerkonferenz) gefördert.

Für weitere Auskünfte können Sie sich gern per E-Mail an ewels@gfds.de oder telefonisch unter 0611 99955-0 an uns wenden.

Einen Überblick über die Hauptarbeitsbereiche der GfdS finden Sie in diesem Artikel: Die Gesellschaft für deutsche Sprache stellt sich vor

Inhalt dieser Seite

Die Facetten der Sprachberatung

Im Folgenden haben wir das breite Spektrum unserer Aufgaben für Sie zusammengestellt. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die zahlreichen kostenlosen ausführlichen Angebote und Informationen, welche die GfdS der Sprachgemeinschaft zur Verfügung stellt – immer vor dem Hintergrund ihres Anliegens, der Gesellschaft die Facetten der deutschen Sprache näherzubringen und allen Interessierten ihre Fragen dazu zu beantworten.

Sprachberatung in der Zentrale

Mit ihrer Sprachberatung erfüllt die GfdS eines der zentralen Ziele, das fest in ihrer Satzung verankert ist: all denen zu helfen, die in sprachlichen Fragen Rat brauchen. Sprachliche Fragen erreichen die GfdS täglich, vor allem per Telefon oder E-Mail. Dabei geht es beispielsweise um Probleme bei der Kommasetzung und Rechtschreibung, die korrekten Zeitformen von Verben, Fragen zum Satzbau oder die richtige Anrede in einem förmlichen Brief. Aber auch die Herkunft und Bedeutung von Wörtern wird erfragt, ihre Verwendung in der modernen Sprache, welche Aussprache eines bestimmten Wortes die richtige ist und wie neue Phänomene – zum Beispiel in der Jugendsprache – zu verstehen und zu bewerten sind. Kurz: Es geht um alle Fragen und Problemfälle, die Sprecherinnen und Sprechern in den Sinn kommen, wenn sie – beruflich oder privat – kritisch mit der deutschen Sprache umgehen.

Das Ziel der Sprachberatung ist es natürlich, den Ratsuchenden eine klare und hilfreiche Antwort zu geben. Dabei werden der allgemeine Sprachgebrauch und amtliche Regeln genauso berücksichtigt wie spezielle Kontexte und Verwendungsfälle. Manche sprachlichen Fragen stellen jedoch echte »Zweifelsfälle« dar. Das bedeutet, dass sich eine eindeutige Antwort nicht finden oder ein klares Urteil – »richtig« oder »falsch« – nicht fällen lässt.

Womit sich die Sprachberatung darüber hinaus täglich beschäftigt, haben wir im nächsten Abschnitt zusammengestellt:

Vornamenberatung

Auch die Vornamenberatung gehört zum Sprachberatungsangebot der GfdS. Sie ist schon seit vielen Jahrzehnten Anlaufstelle und oftmals letzte Hoffnung für Eltern, die sich einen ungewöhnlichen oder seltenen Namen für ihr neugeborenes Kind überlegt haben, dieser beim Standesamt aber nicht ohne Weiteres eingetragen werden kann. Dies passiert häufig bei seltenen und ausländischen Vornamen, bei Vornamen, die sowohl für Mädchen als auch für Jungen vergeben werden können, und bei Namen, die dem Kindeswohl entgegenstehen. In solchen Fällen können wir mit unserer Vornamenberatung oftmals Abhilfe schaffen: Wir überprüfen den fraglichen Namen für die Eltern und können im besten Fall eine Bestätigung für das Standesamt ausstellen, aus der hervorgeht, dass die Eintragung des Namens aus sprachlicher Sicht kein Problem darstellt. Auf diese Weise machen wir jährlich etwa 300 Mütter und Väter glücklich. Über dieses Thema werden wir im Fokusmonat Mai ausführlich berichten. Hier gelangen Sie zu unserem Angebot im Bereich Vornamen:

Sprachberatung im Deutschen Bundestag

Neben der Sprachberatung in der Zentrale in Wiesbaden hat die GfdS seit 1966 einen Redaktionsstab im Deutschen Bundestag in Berlin, der neben der Sprachberatung für Mitglieder des Deutschen Bundestags und ihre Mitarbeitenden weitere Aufgaben wahrnimmt. Dazu gehören die Textbearbeitung, insbesondere die Prüfung von Gesetz- und Verordnungsentwürfen in der parlamentarischen Phase der Gesetzgebung auf sprachliche Richtigkeit und Verständlichkeit, aber auch Anträge, Kleine und Große Anfragen, außerdem Texte wie Broschüren, Flyer, Abschluss- und Jahresberichte, Reden und Verwaltungstexte. Darüber hinaus gibt der Redaktionsstab Seminare und Workshops zu zahlreichen sprachlichen Themen und führt Projekte z. B. im Bereich der Leichten und Einfachen Sprache durch. Die Arbeit des Redaktionsstabs in verschiedenen Bereichen wird in späteren Fokusmonaten ausführlich vorgestellt. Zu den Seiten unseres Redaktionsstabs gelangen Sie hier:

Einblicke in unsere Sprachberatung

Wie sieht der Alltag in der Sprachberatung aus? Welche Fragen werden gestellt, welche Aufgaben sind täglich zu erledigen und wie gehen wir sie an? Begleiten Sie uns an einem exemplarischen Tag bei unserer alltäglichen Arbeit in der Sprach- und Vornamenberatung:

In Berlin ist die GfdS mit einem Redaktionsstab beim Deutschen Bundestag vertreten.

In den Medien wird vielfach über unsere Sprachberatung berichtet. So erschien vor einiger Zeit ein ausführlicher Artikel über unsere Arbeit in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, den wir hier für Sie verlinkt haben:

Die Aufgaben der Sprachberatung auf einen Blick

Telefonische Beratung

Hauptaufgabe der Sprachberatung ist die Beantwortung von sprachlichen Fragen. Für Mitglieder ist unsere telefonische Beratung kostenfrei, alle Nichtmitglieder erreichen uns unter unserer kostenpflichtigen Telefonnummer.

Wer bislang nicht Mitglied ist und unsere telefonische Sprachberatung künftig gern kostenlos in Anspruch nehmen möchte, kann hier Mitglied werden:

Schriftliche Sprachberatung und Gutachten

Unsere Ratschläge erteilen wir nicht nur telefonisch; manche Anfrage soll etwas ausführlicher ausgeführt und durch Quellen untermauert sein. Auch schriftliche Sprachauskünfte und Gutachten (zum Beispiel in einer rechtlichen Angelegenheit) erteilen wir auf Grundlage sprachwissenschaftlicher Forschung.

Korrekturaufträge

Auch Korrekturaufträge übernimmt die Gesellschaft für deutsche Sprache: Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen können ihre Texte – ob Flyer, Kundenanschreiben, Broschüren und Zeitschriften, Geschäftsberichte usw. – pro­fessionell und umfassend von uns auf sprachliche Richtigkeit korrigieren lassen. Geprüft werden dabei nicht nur Or­thografie, Grammatik und Zeichensetzung, sondern auf Wunsch zusätzlich Aus­druck, Stil, Umbruch und typografische Details.

Seminare und Workshops

Im beruflichen Alltag treten oft Fragen zu wiederkehrenden oder komplexeren Themen der deutschen Sprache auf: »Warum ist mein Text schwer verständlich?«, »Sollten alle Personenbezeichnungen geschlechtergerecht gefasst werden? Und wenn ja: wie?«, »Muss der Infinitiv-Teil des Satzes mit einem Komma abgetrennt werden? Gibt es dazu eine Regel?«

Allgemeine Antworten, die sich zum Beispiel im Internet auf diese Fragen finden lassen, passen oft nicht zu den konkreten Schreiben. Deshalb bieten wir Seminare und Workshops zu bestimmten Bereichen der deutschen Sprache an, in denen wir genau diese Fragen beantworten und mit den Beteiligten zusammen anhand authentischen Materials Regeln erarbeiten, nach denen sie sich künftig beim Formulieren von Texten richten können.

Das Themenspektrum ist dabei weit gefächert und reicht etwa von der aktuellen deutschen Rechtschreibung über geschlechtergerechtes Formulieren bis hin zu bürgernaher Verwaltungssprache sowie Leichte und Einfache Sprache.

Die Sprachberatung in Zahlen

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Wie viele Sprachanfragen bekommen wir täglich, monatlich, jährlich? Welche Themen treten besonders häufig auf? Wo liegen die Problembereiche der Ratsuchenden? Und: Gibt es heute Unterschiede zu früheren Jahren – haben sich die Inhalte in der Sprachberatung qualitativ wie quantitativ verändert?

Um dies herauszufinden, haben wir vor etwa drei Jahren das Projekt »Wo drückt die Deutschen sprachlich der Schuh?« durchgeführt und die telefonischen und schriftlichen Sprachanfragen der vergangenen 30 Jahre ausgewertet. Die Grundlage dafür bildeten alle eingegangenen Briefe und E-Mails an die Sprachberatung, die uns zwischen 1989 und 2018 erreicht haben, sowie die Protokolle, die während der telefonischen Beratung erstellt wurden.

Telefonische Anfragen der letzten 30 Jahre

Gut ein Drittel aller Anfragen in der telefonischen Sprachberatung bezogen sich auf die Orthografie. Drängende Probleme sind in diesem Bereich die Getrennt- und Zusammenschreibung (Aufsehen erregend/aufsehenerregend; lang anhaltend/langanhaltend) sowie die Groß- und Kleinschreibung (Jetzt lohnt sich sparen/Sparen; recht/Recht haben).

Grammatikalische Probleme wurden bei durchschnittlich jeder fünften Anfrage adressiert, dabei besonders zum Thema Kasus (wegen des Datums versus wegen dem Datum), Flexion (mit Maria und deren netten/nettem Mann), Kongruenz (Mehr als die Hälfte der Befragten hat/haben zugestimmt; Johannes und Familie wünscht/wünschen frohe Weihnachten) und Modus (Laut Polizeibericht hat/habe der Mann während der Fahrt geschlafen)

Wortschatzfragen ergaben sich bei etwa jedem zehnten Anruf (z. B. Woher kommt das Wort Schland? Gibt es das Adjektiv wirsch zu unwirsch? Wo liegt der Unterschied zwischen sterben und versterben?)

Schriftliche Anfragen der letzten 30 Jahre

Hier machten Wortschatzfragen den größten Bereich aus.

Es folgen – mit durchschnittlich ähnlicher Häufigkeit – Fragen zur Orthografie und zur Grammatik (z. B. Johannes und Familie wünscht/wünschen frohe Weihnachten; mit Maria und deren netten/nettem Mann).

Zahlen des Jahrgangs 2007: Sprachanfragen allgemein

Vor gut 15 Jahren lag der Schwerpunkt der Anfragen im Bereich der Orthografie. Die Grammatik macht gut ein Drittel der Anfragen aus, jede fünfte Frage beschäftigte sich mit dem Bereich des Wortschatzes. Nur einen geringen Anteil hatten Anfragen zu Anglizismen und zum Thema Sprachverfall. Eine Auswertung aktueller Zahlen wird vermutlich einen weiteren Punkt zutage fördern: Seit einigen Jahren macht das Thema der geschlechtergerechten Sprache einen guten Teil der Anfragen aus.

Da gerade die Orthografie einen so großen Teil der Anfragen ausmacht, haben wir diesen Bereich einmal im Detail aufgedröselt (auch hier auf Basis von Zahlen aus dem Jahr 2007). Demnach verteilen sich die Anfragen im Bereich Orthografie hauptsächlich folgendermaßen:

Zahlen des Jahrgangs 2007: Orthografie

Ein knappes Drittel der Anfragen kommt aus dem Bereich der Zeichensetzung. Fragen zur Getrennt- und Zusammenschreibung machen ein Viertel der Anfragen aus, solche zu Groß- und Kleinschreibung liegen in der Häufigkeit dazwischen.

Anfragen: Wer stellt die Fragen?

Aktuelle Zahlen liegen uns bereits für folgende Daten vor (Auswertung von Anfragen aus dem Jahr 2018). Dabei wurden 1661 telefonische Anfragen berücksichtigt. Die Ergebnisse: Ein gutes Drittel der Anfragenden waren Privatpersonen, fast zwei Drittel der Fragen wurden uns aus Behörden und Institutionen gestellt. Dabei waren fast Dreiviertel der Anfragenden Frauen, ein gutes Viertel der Fragen kam von Männern.

Anfragen: Welche Art von Fragen werden gestellt?

Fast vier Fünftel der Anfragen kamen aus dem Bereich Faktenfragen (z. B.: »Wo steht in diesem Satz ein Komma?«). Ein Fünftel der Anfragen machten Einschätzungsfragen aus (»Welche Möglichkeit des Genderns schlagen Sie für meinen Text vor?«) Kritik wurde bei nur knapp 2 % der Anfragen geübt (»Diese Anglizismen machen die deutsche Sprache kaputt. Was kann man dagegen tun?«)

Hier finden Sie unsere damalige Pressemitteilung zum Projekt mit weiteren Informationen, Zahlen und Fakten.

Insgesamt hat die GfdS seit dem Jahr 1947 über 45.000 schriftliche und etwa 400.000 telefonische Sprachanfragen beantwortet. Jährlich kommen rund 500 weitere schriftliche und 4000 bis 5000 telefonische Auskünfte hinzu.

»Passive« Sprachberatung auf unserer Internetseite und in den Sozialen Medien

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Unsere telefonische Sprachberatung ist zwar nur für Mitglieder kostenlos, doch unzählige Inhalte aus unserer Arbeit teilen wir kostenfrei auf unserer Internetseite. Auf vieles machen wir in den Sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram aufmerksam, doch es lohnt sich, durch die Inhalte unserer Webseite zu stöbern: Hier verbergen sich noch zahllose weitere interessante Beiträge und Artikel rund um Fragen zur deutschen Sprache.

Fragen & Antworten

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Tagtäglich erreichen uns zahlreiche und vielfältige Anfragen zu Zweifelsfällen der deutschen Sprache. Eine Auswahl der interessantesten Fragen beantworten wir regelmäßig in unserer Zeitschrift Der Sprachdienst unter der Rubrik »Fragen & Antworten«. In unserer zweiwöchentlichen Rubrik »Frage der Woche« stellen wir regelmäßig Beiträge aus diesem Bereich vor, doch es lohnt sich, die Anfragen einmal zu durchstöbern:

Zeit-Wörter

Bei unserer Arbeit begegnen uns immer wieder Wörter, die uns aufmerken lassen – sei es, weil sie mit einem Mal vermehrt vorkommen, weil sie eine neue Bedeutung entwickelt haben oder weil sie nach langer Zeit wieder einmal in Erscheinung treten. In jeder Ausgabe unserer Zeitschrift Der Sprachdienst widmen wir uns einem dieser »Zeit-Wörter«, teilen unsere Beobachtungen und Hintergrundwissen zu diesen Wörtern und Wendungen und veröffentlichen sie anschließend auch auf unserer Internetseite. So sind inzwischen schon weit über 40 aktuelle »Zeit-Wörter« genauer unter die Lupe genommen worden.

Sprachraum

Immer wieder gibt es Themen, die unseren Alltag maßgeblich prägen und damit auch unsere Sprache. Wir begleiten diese Themen eine Weile – unsere sprachlichen Beobachtungen halten wir fest und teilen sie mit Ihnen auf unserer Internetseite. Hier finden Sie zum Beispiel Texte zu »Fußball und Sprache«, »Corona und Sprache« sowie zu aktuellem Sprachgebrauch in den Bereichen Wortschatz, Jugendsprache und Höflichkeit.

An diesem Tag …

Tag der Brailleschrift, Tag der Komplimente, Weltfrauentag – an vielen Tagen des Jahres gibt es etwas zu feiern oder etwas, woran erinnert, dessen gedacht oder auf das aufmerksam gemacht werden soll. Auch sprachlich gibt es hier einiges zu entdecken, und genau das tun wir in dieser Rubrik: tagesaktuelle Themen und »(Welt-)Tage des/der …« zum Anlass nehmen, aus sprachlicher Sicht näher darüber zu berichten – eine sprachliche Jahresbegleitung.

Wortcast  – der Podcast der GfdS

Wortcast ist der Podcast für alle, die sich für die deutsche Sprache begeistern. In den einzelnen Folgen sprechen wir über aktuelle sprachliche Themen und geben Einblicke in unsere Arbeit: Wie die Wörter des Jahres gewählt werden, Veränderungen beim Duzen und Siezen, welchen Wandel unsere Sprache in verschiedenen Bereichen durchläuft und weitere interessante Phänomene beleuchten wir genauer und unterhalten uns dazu mit verschiedenen Fachleuten aus der Welt der Sprache. Einige Folgen fallen in den Bereich der Sprachberatung:

Höflichkeit

In dieser Folge von Wortcast ist Frau Dr. Marion Grein bei uns zu Gast. Sie leitet den Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache an der Uni Mainz und hat einen Teil ihres Lebens in Japan verbracht. Mit uns spricht sie unter anderem über die Schwierigkeiten, die beim Erlernen des deutschen Höflichkeitssystems auftreten können, und darüber, auf welche komplexe Weise man Höflichkeit im Japanischen zum Ausdruck bringt.

Aus der Dudenredaktion

Wir haben Frau Dr. Kunkel-Razum, die Leiterin der Dudenredaktion, zu Gast im Wortcast. Sie erklärt, wie ein Wort überhaupt in den Duden kommt, wie viele Wortformen der Duden schon angesammelt hat und inwiefern die Corona-Pandemie auch die Arbeit der Redaktion beeinflusst. Außerdem verrät sie, woher der Duden eigentlich so viel weiß und was mit den Wörtern passiert, die im Laufe der Zeit aussortiert wurden.

Deutsch lernen

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In diesem Wortcast-Beitrag sprechen wir über das Thema Deutsch lernen. Ist Deutsch wirklich eine so schwere Sprache, wie oft behauptet wird? Welche Themen bereiten Deutschlernenden die größten Schwierigkeiten? Und wie können wir als ihre Freunde und Bekannte sie im Alltag beim Lernen unterstützen? Dies beantwortet uns Dr. Renate Freudenberg-Findeisen, akademische Direktorin im Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Trier.

Sprache und Gewalt

Auch mit sprachlichen Mitteln kann man Gewalt ausüben. Dr. Alexa Mathias berichtet über die vielen Facetten dieses aktuellen Themas: Welche Mechanismen sind bei Beleidigungen wirksam? Warum ist geschlechtergerechte Sprache für viele Menschen ein so emotionales Thema? Trägt das Internet zu mehr Gewalt in der Sprache bei? Und wie können wir selbst zur sprachlichen Deeskalation beitragen?

Die schöne deutsche Sprache

»The awful German language?« Nein, da stimmen wir Mark Twain nicht zu, denn für uns ist Deutsch die schönste Sprache der Welt. In dieser Wortcast-Folge wollen wir unseren Blick einmal auf die Eigenheiten, Besonderheiten und bemerkenswerte Details unserer Sprache lenken. Wir fragen: Wussten Sie schon …? und geben Antworten darauf: Fakten rund um unsere Sprache, die sie so unverwechselbar machen.

Auch in anderen Podcasts waren wir bereits zu Gast:

Nah am Menschen = Hessischen Landeszentrale für politische Bildung):
Die deutsche Sprache im Fokus der Gesellschaft

Das Wort des Jahres 2021 ist Wellenbrecher. Diese Entscheidung traf eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). Und so ist sie auch vielen Bürger(inne)n bekannt. Aber wer weiß schon, dass die GfdS mit Sitz in Wiesbaden auch in der Hauptstadt aktiv ist? Im Bundestag! Was hier ihre Aufgaben sind und wie wichtig es ist, dass es eine Instanz gibt, die in Kultur, Wissenschaft und Politik auf die Sprache achtet, das sind Themen, die im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Gesellschaft Prof. Peter Schlobinski erörtert werden.

Yellow of the egg (= englischsprachiger Podcast für Deutschlernende):
Corona and the German

What are Krisenfrisen? How do you pronounce Quarantäne? What do baby elephants have to do with corona and German?  The coronavirus pandemic has instigated a wave of new vocabulary in German, and has caused the meanings of many existing words and expressions to change. In this episode Luke Green talks to Barbara Soukup (University of Vienna) and Frauke Rüdebusch (Gesellschaft für deutsche Sprache) about how COVID-19 has changed the German language.

Yellow of the egg (= englischsprachiger Podcast für Deutschlernende):
ß (Eszett)

The symbol ß is one of the few things that is truly unique about German. But what is it exactly? How do you pronounce it? And how did it come to exist?
In this episode Luke Green talks to returning guest Frauke Rüdebusch (Gesellschaft für deutsche Sprache) about where this letter came from, when and where it is used, and about the problems that arise because of its existence.

Die allererste Sprachanfrage

Offiziell gegründet wurde die GfdS am 10. Januar 1947. Doch die allererste Sprachanfrage datiert bereits auf den 1. September 1946. Worum es dabei ging? Der Anfragende wollte wissen, ob es korrekt Durchschreibebuchführung oder doch eher Durchschreibbuchführung, ohne Fugen-e, heißt. Was meinen Sie?

Weitere Fokusthemen

März: Geht die deutsche Sprache den Bach runter?
April: Wie entwickelt sich unser Wortschatz?
Mai: Namen
Juni: Leichte Sprache und Einfache Sprache
Juli: Verständliche Rechts- und Verwaltungssprache
August: Angebote für Sprachinteressierte
September: Kooperationen der GfdS