Neuigkeiten

Kommasetzung bei Infinitivgruppen mit zu

[F] Wie verhält es sich mit der Kommasetzung beim erweiterten Infinitiv? Zum Beispiel: Ich versuche(,) morgen pünktlich zu sein. Ich habe damit wie bei der Kommasetzung im Zusammenhang mit Infinitiven insgesamt immer Schwierigkeiten.

[A] Das ist verständlich, denn hierbei gab es in den Phasen der Rechtschreibreform (etwa auf den Stufen 1996, 2004 und 2006) unterschiedliche Regeln, was die Unsicherheit in der Kommasetzung zweifellos vergrößerte.

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Muttersprache 2/2016

Weidenhöffer, Jessica
Jüdische Straßennamen in Hamburg. Untersuchung zur Ideologisierung von Straßenbenennungen

Şenyildiz, Anastasia
Authentische Sprachkontakte im DaF-Studium: Ergebnisse einer Vorher- und einer Nachher-Befragung von türkischen Lehramtsstudierenden zur Teilnahme an einem Kooperationsseminar in Deutschland

Ulrich, Winfried
Kontextsensible Bereitschaft zur Lesartenerweiterung als wortschatzdidaktisches Ziel

Chen, Shing-Lung
Forum: Deutsche und chinesische Abstracts im Vergleich: Unterschiede in der Makrostruktur und Funktionen in germanistisch-linguistischen Artikeln

Rezensionen

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Muttersprache 1/2016

Augst, Gerhard
Bildungswortschatz: Bestimmung – Verwendung – Funktion

Škerlavaj, Tanja
Die Analyse semantischer Mehrdeutigkeit und ihr didaktisches Potenzial im Germanistikstudium in Slowenien

Krischke, Wolfgang
Der Polizist als Bulle: Zur Etymologie und historischen Entwicklung eines Reizwortes

Guo, Yi/Liu, Yue
Forum: Jenseits der idealisierten Vorstellungen. Das Deutschlandbild chinesischer Deutschlernender und seine Konsequenzen für die Vermittlung von Fremdbildern im Deutschunterricht

Rezensionen

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Muttersprache 4/2015

Alyaz, Yunus
Naturfilme im DaF-Unterricht am Beispiel eines Projektes

Larreta Zulategui/Juan Pablo
Zu den Wunschformeln der deutschen Sprache

Steen, Pamela
»Literaturlinguistik« – Was kann sie? Was will sie?

Akpınar Delal, Nevide/Schade, Claudia
Forum: Lieder zur Wahrnehmung des kulturellen Wissens und ihre kontrastive Analyse für die Schulung des interkulturellen Bewusstseins

Rezensionen

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Muttersprache 3/2015

Ortu, Franca/Meloni, Ilaria
Der polyseme Zug der deutschen Sprache

Szurawitzki, Michael
Einleitungen wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel interdisziplinär vergleichen. Entwicklung eines Beschreibungsmodells und Beispielanalyse einer Einleitung aus dem Deutschen Ärzteblatt

Zhang, Honggang/Shi, Kaimin
Verschiedene Sprachen – unterschiedliche Denkweisen. Am Beispiel des Chinesischen und des Deutschen

El Akshar, Salah
Funktionale Bedeutungen von Farbbezeichnungen

Rezensionen

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Muttersprache 2/2015

Burkhardt, Armin
»Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich«. Wie missverständliche Formulierungen die Berliner Mauer zum Einsturz brachten

Donalies, Elke
Ich träume von Casablanca, Armer Ritter, Studentenkuss. Kostümierte Benennungen von Gerichten und Getränken

Henne, Helmut
»Abgesang« – 20 April ’45 im »Echolot«

Bülow, Lars/Herz, Matthias
Undoing Gender? Ein Abgleich sprachpolitischer Maßnahmen in Rechtstexten mit dem tatsächlichen Sprachgebrauch junger Frauen

Fay, Johanna/Hein, Katrin/Ghayoomi, Masood
Wortfrequenz und Rechtschreibleistung

Rezensionen

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Muttersprache 1/2015

Editorial der Herausgeber

Schlobinski, Peter
Das Berlinische in der Einschätzung der Bürger der Hauptstadt

Rowley, Anthony
»Der ganz der Hammer« – zu einer recht einer ungewöhnlichen Konstruktion der Alltagssprache

Sato, Megumi
»Wegen dem Clavier«. Die Beethovens und der Rektionswandel der Präpositionen wegen, statt und während im Zeitraum 1520–1870

Szurawitzki, Michael
Zwischen Sprach- und Kulturräumen – Herausforderungen in der interkulturellen Germanistik heute. Eine Einschätzung im Spannungsfeld (Nord-)Europa – USA – China

Li, Yuan/Zhang, Yuanfang
Forum: Wechselwirkungen zwischen dem Spracherwerb und der familiären Erziehung in der Migration – eine qualitative Untersuchung mit chinesischen Migranten der zweiten Generation in Deutschland

Rezensionen

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Seit wann heißen die Olympischen Spiele Olympiade?

[F] Allgemein wird ja heute Olympiade im Sinne von ›Olympische Spiele‹ gebraucht, doch eigentlich ist dies doch falsch, insofern das Wort einen Zeitraum von vier Jahren bezeichnet, vgl. Dekade ›zehn Jahre‹. Seit wann gibt es denn diesen Wortgebrauch?

[A] In früheren Jahrhunderten war Olympiade im Sinne ›Zeitraum von vier Jahren‹ allgemein geläufig, jedenfalls in der Bildungssprache, und man verstand den Ausdruck als Zeitrechnung und begriff darunter also auch bestimmte Jahre.

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Woher stammt die Bezeichnung Fleischwolf?

[F] Neulich wurde ich gefragt, ob eine Firma mit dem Eigennamen Wolf(f) etwas mit dem Fleischwolf zu tun hätte. Weiß man, wie diese Bezeichnung entstanden ist?

[A] Zuerst möchten wir Ihrer Vermutung zustimmen, dass es sich hierbei nach unserem Kenntnisstand nicht um die (geschützte) Bezeichnung eines Herstellers namens Wolf oder gar Fleischwolf bzw. um die Ableitung von einem entsprechenden Firmennamen handelt, wie das ja bei Tempo, Twitter oder Xerox durchaus der Fall ist.

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Woher stammt der Ausdruck bescheuert?

[F] Welche Erklärung haben Sie für den Ausdruck, der ja doch recht oft zu hören ist: jemand sei bescheuert? Was hat er mit scheuern zu tun, denn wenn etwas gescheuert ist, ist es doch sauber und hübsch?

[A] Das Adjektiv bescheuert ist offenbar vom Verb scheuern abzuleiten, in der Weise, wie sie vom Deutschen Universalwörterbuch A–Z (Dudenverlag 2007) kurz dargestellt wird: scheuern konnte bzw. kann auch die Bedeutung ›prügeln‹ haben, das heißt: »jemanden so lange prügeln, bis er den Verstand verloren hat (salopp)«.

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