Fragen und Antworten

Tagtäglich erreichen uns zahlreiche und vielfältige Anfragen zu Zweifelsfällen der deutschen Sprache. Eine Auswahl der interessantesten Fragen beantworten wir regelmäßig in unserer Zeitschrift Der Sprachdienst unter der Rubrik »Fragen und Antworten«.

Lesen Sie hier unsere Antworten oder wählen Sie aus den folgenden Schlagwörtern, um die Beitrage zu sortieren.

Abkürzungen | Anglizismen | Aussprache | Bedeutung | Dialekte | Flexion/Beugung | Fremdwörter | Genus | Getrennt- und Zusammenschreibung | Grammatik | Groß- und Kleinschreibung | Herkunft | Kasus | Konjunktiv | Literatur/Zitate | Namen | Plural | Pragmatik | Rechtschreibung | Redewendungen | Satzbau | Schrift | Sonstiges | Stil | Tempus | Vornamen | Wortbildung | Wortschatz | Zeichensetzung | Ziffern und Zahlen

Der Unterschied zwischen bayrisch und bayerisch

[F] Was ist der Unterschied zwischen bayerisch und bayrisch? Dass es einen zu geben scheint, zeigt der Eigenname Bayerischer Wald, denn hier ist es falsch, das e wegzulassen.

[A] Tatsächlich kann das Adjektiv zu Bayern sowohl bayrisch als auchbayerisch geschrieben werden. Die Variante mit e wird vorwiegend in der Standardsprache und in Eigennamen verwendet.

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Wie verwendet man scheinbar und anscheinend richtig?

[F] Mir fällt immer wieder auf, dass scheinbar gerne statt anscheinend verwendet wird. Umgekehrt habe ich das nicht feststellen können. Hat sich die Verwendung der beiden Adverbien verschoben?

[A] Diese Frage wird uns recht häufig gestellt. Bei scheinbar handelt es sich tatsächlich um ein Adjektiv, nicht um ein Adverb. Aber Sie haben recht: Es wird oft als Synonym des Adverbs anscheinend genutzt.

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Schreibt man nach einem Doppelpunkt klein oder groß?

[F] Beim Gegenlesen unserer Artikel stehe ich immer wieder vor demselben Problem: Wann schreibt man nach einem Doppelpunkt groß weiter und wann nicht?

[A] Die Unsicherheit der Groß- oder Kleinschreibung nach einem Doppelpunkt ergibt sich daraus, dass er kein Schlusszeichen, sondern ein Übergangs- und Ankündigungszeichen ist. Somit steht er vor ausdrücklich angekündigten Sätzen, Satzteilen und einzelnen Wörtern.

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Warum wünscht man sich einen »guten Rutsch«?

[F] Warum wünscht man sich zum Jahreswechsel einen guten »Rutsch«? Mit den Wetterverhältnissen wird das doch nichts zu tun haben?!

[A] Nein, damit hat es ursprünglich wohl nichts zu tun, obwohl es in manchen Jahren und manchen Gegenden durchaus zutreffen mag. Es gibt verschiedene Ansätze, die Wendung herzuleiten.

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Sind Kunde und Verbraucher gleichbedeutend?

[F] In den Medien wird das Wort Kunde häufig durch das Wort Verbraucher ersetzt, z. B.: »… wenn der Verbraucher heute zum Bankautomaten geht …«, »… betritt der Verbraucher heute ein Autohaus …«. Sind die beiden Bezeichnungen denn wirklich gleichzusetzen?

[A] Es stimmt, der Ausdruck Verbraucher wird besonders in den Medien häufig als Synonym für das Wort Kunde genutzt.

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Zwanzig, vierzig, fünfzig – aber: dreißig

[F] Es heißt zwanzig, vierzig, fünfzig usw., aber nicht dreizig, sondern dreißig. Ist das nicht reichlich inkonsequent? Was ist der Grund dafür?

[A] Die Frage ist schnell beantwortet. Die Ursache für diese »Inkonsequenz« bei den Zehnerzahlen liegt weit zurück in der deutschen Sprachgeschichte, denn sie ist mit der sogenannten hochdeutschen oder zweiten Lautverschiebung im frühen Mittelalter zu erklären.

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Die Aussprache von Jahreszahlen

[F] Noch vor zwanzig Jahren sprach man Jahreszahlen in »Hunderterschritten« aus, z. B. 1996 als neunzehnhundertsechsundneunzig. Warum hat sich die Aussprache im 21. Jahrhundert zu »Tausenderschritten« geändert, z. B. 2016 als zweitausendsechzehn?

[A] Vielen Dank für Ihre Anfrage, Der Duden stellt dazu nur nüchtern fest: »Die Jahreszahlen von 1100 bis 1999 werden nach Hundertern zusammengefasst.

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